Resiliente Wertschöpfungssysteme

Das Fraunhofer Innovationsprogramm Resiliente Wertschöpfungssysteme (»RESYST«) greift die Anforderungen des Wirtschaftsstandortes Deutschland an resiliente und dynamische Wertschöpfungssysteme bei gleichbleibend hoher Produktivität und Individualisierung auf. Resilienz gegenüber Störfällen aller Art entwickelt sich zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.

Vor dem Hintergrund des immensen volkswirtschaftlichen Schadens der Pandemiesituation ist für fast alle produzierenden Unternehmen ein Überdenken bisher verwendeter Risikomanagementstrategien erforderlich. Traditionelle Geschäftsmodelle sind den Anforderungen an Krisenphasen oftmals nur unzureichend gewachsen. Dabei geht es vor allem um die Umsetzung eines resilienten Verhaltens im Bereich des Risikomanagements und die Vermeidung von unkontrollierbaren Produktionsstillständen und störungsbedingten übermäßigen Mehraufwänden in der Arbeitsorganisation.

Im Innovationsprogramm arbeitet ein interdisziplinäres Konsortium aus 17 Fraunhofer-Instituten und Einrichtungen an zukunftsweisenden Forschungsthemen.

Das Innovationsprogramm »RESYST« verfolgt in der Umsetzung drei Themencluster:

Resilienzmanagement, -strategien und Infrastrukturen

© Lina Holz
  • Erarbeitung von Resilienzstrategien für Wertschöpfungsnetzwerke, sodass Geschäftsmodelle und Produktionssysteme sicher und schnell entsprechend der Krisensituation konfiguriert werden können.
  • Aufzeigen von Prozessrahmenwerken sowie deren Verwendung zur Konfiguration alternativer Wertschöpfungsketten.
  • Erschließung des Potentials der Logistikdienstleistungsnetzwerke sowie des Sekundärrohstoffsektors zur Erhöhung der Resilienz von Produktionsnetzwerken.

Planung und Betrieb von resilienten Produktionsprozessen

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  • Entwicklung konkreter Gestaltungs- und Handlungsempfehlungen für den Planungsprozess als auch die Betriebsphase von resilienten Produktionssystemen.
  • Zum einen stehen die Gestaltung adaptiver Prozessketten und die adaptive Gestaltung von Produktionssystemen im Fokus und zum anderen die Instandhaltung und Verfügbarkeitssicherung unter dem Leitgedanken eines instandhaltungsfreien Produktionssystems.

Ressourceneffiziente Produktionsverfahren zur Resilienzsteigerung

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  • Entwicklung adaptiver Fertigungslösungen mittels additiver Produktionstechnologien zum Aufbau resilienter Wertschöpfungsketten in der dezentralen Bauteilversorgung
  • Bewertung umformtechnischer Prozessketten hinsichtlich des Einsatzes unterschiedlicher Werkstoffe und Halbzeuge als alternative Ausgangsprodukte
  • Potentialanalyse zur ressourceneffizienten Agilität für identifizierte Beispielprozesse im Bereich der Verfahrenstechniken sowie prototypische Realisierung in einer industrienahen Umgebung

Wesentliches Ziel des Innovationsprogramms »RESYST« ist die Entwicklung von Geschäftsmodellen und Technologielösungen, die sich der Krisensituation adaptiv anpassen können, sowie die Entwicklung von Wertschöpfungsnetzwerken, welche zur frühzeitigen Erkennung, zum Schutz sowie zur Gegensteuerung bzgl. unerwarteter Ereignisse fähig sind.

Im Rahmen des Innovationsprogramm »RESYST« werden konkrete Gestaltungs- und Handlungsempfehlungen für den Planungsprozess als auch die Betriebsphase von resilienten Produktionssystemen inkl. fertigungs- und verfahrenstechnischen Maßnahmen entwickelt. Der Leitgedanke von instandhaltungsfreien Produktions- und Logistiksystemen prägt die Vision für wandlungsfähige und resiliente Produktionssysteme.